Fr 16 Okt 2009
Männer haben’s schwer
Geschrieben von Heiner Klemp unter Bildung & Soziales
SPIEGEL ONLINE berichtet heute, die (Bundes-)Koalitionsfraktionen würden in dieser Legislaturperiode eine “eigenständige Jungen- und Männerpolitik” entwickeln wollen. Recht haben sie damit.
Heute finden sich in unseren Gymnasien zu zwei Dritteln Mädchen. Warum? Nicht weil die Jungs dümmer sind, sondern weil unser Bildungssystem sie benachteiligt. Da in Kindergärten und Grundschulen fast ausschließlich Frauen arbeiten, sind männliche Bezugspersonen Mangelware. (Das ist ausdrücklich nicht gegen die Frauen gemeint und natürlich auch nur ein Grund unter vielen!)
Die Oranienburger Fraktion SPD/Grüne forderte daher auch als Ergebnis ihrer Klausur 2009 insbesondere die Ausbildung männlicher Erzieher für unsere Kindertagesstätten zu unterstützen. Wer einmal erlebt hat, wie männliche Erzieher von der Jungs in den Einrichtungen angenommen werden, wird dem nicht widersprechen.
29. November 2009 um 17:30
Ich habe den Zivildienst/Wehrpflicht schon als Benachteiligung empfunden, da meine Mitschülerinnen dadurch ein Jahr früher studieren konnten und somit früher ins Berufsleben starten können. Da das später Einstiegsgehalt den Sold für den Wehrdienst übersteigt, könnte ich nicht so viel Sozialversicherungsbeiträge zahlen und erhalte später weniger Rente. Es gibt also vielfältige strukturelle Benachteiligung von Männern - das muss auch mal gesagt werden.