Do 11 Feb 2010
Schlosspark gratis!
Geschrieben von Heiner Klemp unter Stadtentwicklung
Am Samstag findet ein großes Schneevergnügen im Schlosspark statt (siehe MAZ und OGA). Vielleicht die letzte Gelegenheit, den Schlosspark kostenlos zu besuchen.
Die Geschäftsführung der LAGA gGmbH hat ja den Beschluss der Stadtverordneten, den normalen Eintrittspreis auf 2,50 EUR für Erwachsene festzusetzen, aus meiner Sicht recht eigentümlich interpretiert. Nur für Veranstaltungen sollte eigentlich ein höherer Eintrittspreis genommen werden (siehe auch hier).
Die Bespielung des Parks z.B. durch das allseits gelobte Ensemble von Martin van Bracht an den Wochenenden wird in dem Sinne schon als Veranstaltung angesehen, so dass die Wochenenden nun generell teurer sind. “Echte” Veranstaltungen sollen übrigens nochmal extra kosten.
Dafür hat man die Besuchererwartungen weiter nach oben geschraubt und will jetzt 176.000 Eintrittskarten für den Park verkaufen. LAGA gGmbH Geschäftsführer Frank Oltersdorf sagte im Hauptausschuss, dass er das durchaus für realistisch hält. Zumindest auf dem Papier geht die Rechnung für die beschlossene Begrenzung des städtischen Zuschusses auf 1 Mio. so auf. Hoffentlich klappt’s auch in der Realität.
3 Kommentare für “ Schlosspark gratis! ”
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10. Mai 2010 um 09:41[...] schreibt heute in Rede-mit (Auszug, vollständiger Beitrag hier): Laut einem Gutachten von Prof. W. Spyra, TU Cottbus, ist die Selbstdetonation eines [...]
9. Mai 2010 um 23:28
Das Schlosspark-Thema dürfte jetzt eigentlich “durch” sein. Die Preise stehen nun ja fest und hoffentlich läuft es wider Erwarten auch so positiv, wie von den Entscheidern auch geplant - denn ansonsten sind wir als Steuerzahler wieder die Dummen.
Aber neues Unheil droht:
Laut einem Gutachten von Prof. W. Spyra, TU Cottbus, ist die Selbstdetonation eines Bombenblindgängers im Stadtgebiet „in naher Zukunft als wahrscheinlich anzunehmen“.
Des weiteren wird im Gutachten die Arbeit der Akteure auf Landes-, Kreis- und Stadtebene kritisiert: “Die Arbeitssituation zwischen den Vertretern ist ineffektiv“, heißt es im Gutachten.
Quelle:
http://www.die-mark-online.de/nachrichten/kreis-oberhavel/explosives-gutachten-752701.html (Zugriff 09.05.2010).
Eigentlich ist es doch schon ein Skandal, dass uns Bürgern der Inhalt dieses Gutachtens bereits zwei Jahre - und bis auf wenige durch die Presse zitierte Passagen - und auch immer noch vorenthalten wird. Wer hat denn das Gutachten in Auftrage gegeben? Wer bezahlt? Auch so, der Steuerzahler. Das sind doch aber wir!!
Und anders ausgedrückt (auch um das Thema Schlosspark nicht außer dem Auge zu verlieren - nicht dass ich auch noch zensiert werde, weil ich nicht zum Thema geschrieben habe): Mir wäre der Erhalt meines Lebens und die Abwendung von Gefahren für Leib und Leben mehr Geld wert als die Finanzierung eines attraktiven Schlossparkes! Sollte also das Land Brandenburg weiterhin zu keiner Aufstockung der Mittel bereit sein, so sollte dann - auch um den Ernst der Lage deutlich zu machen - auch darüber diskutiert werden, den Schlosspark nicht mehr zu bewirtschaften, für einige Jahre (Jahrzehnte?) abzusperren und die Mittel für die Bombenbeseitigung auszugeben, und erst dann wieder den Schlosspark zu öffnen, wenn Oranienburg “bombenfrei” ist.
Natürlich möchte ich nicht, dass Oranienburg an Attraktivität verliert. Deshalb wäre es natürlich sehr schade, wenn der Schlosspark tatsächlich geschlossen werden müsste. Wie wäre es denn vorab darum bestellt, den Landtagsabgeordneten auf den Leim zu gehen?! Unterschriftensammlungen?! Demonstrationen vor dem Potsdamer Landtag?!! Ich meine, wir Bürger Oranienburgs müssen hier eine Öffentlichkeit herstellen, dass wenn wir Pech haben (Selbstdetonationen…) wir von den Altlasten derart betroffen sein werden, dass es politisch nicht mehr möglich ist, allein mit Verweis auf fehlende Zuständigkeiten die Verantwortung auf die Kommune abzuwälzen.
Muss/soll es erst Tote geben? Es kann doch jede und jeden zuerst treffen, Alte, Junge, Kinder!!! Wann wachen wir auf aus unserem “Schlosspark-Traum”? Oder nimmt das Gutachten keiner für voll?
10. Mai 2010 um 09:48
Ich wollte nur mal klarstellen, dass ich mich nicht als Zensurbehörde sehe. Alles, was nicht beleidigend, rassistisch, etc. ist, bleibt auch drin.
Während der ganzen Betriebsdauer von Rede-mit musste ich glücklicherweise erst einmal einen Beitrag rausnehmen, der in meine Augen die Schwelle des Zulässigen überschritten hatte, was übrigens an der betreffenden Stelle auch kenntlich gemacht ist.
Dies nur zur Klarstellung anlässlich einer vermutlich salopp gemeinten Bemerkung.