Ellen Siebert vom Märkischen Sozialverein und Dieter Jacob vom Kompetenzteam Oberhavel gründeten am dritten Familientag der Stadt am 15.05.2008 in Oranienburg das Oranienburger Forum für Familie. Die Themen “Kinderbetreuung” sowie “Familie und Beruf” werden die Bündnispartner in diesem Jahr als Schwerpunkte beschäftigen.

Verschiedene Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft fanden sich bereits als Bündnispartner. Diese unterschiedlichen Akteure zu vernetzen und deren Interessen zugunsten eines familienfreundlichen Oranienburgs zu bündeln, ist ein erklärtes Ziel des Bündnisses.

Alles super, aber…

Ich frage mich, ob das „Oranienburger Forum für Familie” sich mit der Definition des Begriffs „Familie” ausreichend auseinandergesetzt hat. So wird doch auch hier wieder deutlich, dass der Fokus ganz stark auf Kinder, insbesondere Kindergartenkinder und deren Betreuung, gelegt ist. Zu einer Familie gehören jedoch noch wesentlich mehr Mitglieder als Eltern und ihre (Klein-)Kinder. Hier gilt es auch die älteren Kinder ab 10 Jahren zu berücksichtigen, Jugendliche und junge Erwachsene und auch die Eltern der Eltern. Wo sind die Angebote für so genannte „Lückekinder” in unserer Stadt? Sind ausreichend (Betreuungs-)Angebote für ältere Menschen, insbesondere pflegebedürftige Menschen, vorhanden? Den Jugendlichen fehlt ein Ort der Zusammenkunft in ihrer Freizeit, ob nun nachmittags in einer Art Jugendclub oder abends in Form von einer Diskothek.

Meiner Meinung nach, sollte hier der Ansatz für unsere Stadt gesetzt werden. Ich bin selbst berufstätige Mutter von 2 Kindern und hatte bisher keine Probleme meine Kinder in Oranienburg im Kindergarten betreuen zu lassen. Vielmehr beunruhigt mich der Gedanke, dass ich nicht weiß, was mein Sohn treibt, wenn er nach der Schule nach Hause kommt. Mit 11 Jahren zu alt für den Hort und eigentlich zu jung für Angebote der Jugendclubs, wie DRK, CJO etc., ist er meist nachmittags auf der Straße unterwegs. Sicher besucht er einmal in der Woche einen Sportverein, aber die Woche hat bekanntlich 5 Tage. Und so wie meinem Sohn geht es vielen Kindern in seinem Alter.

Ich würde gern von Euch hören, wie ihr das seht. Schreibt Euren Kommentar. Ich freue mich über eine Diskussion.