Am Montag hat die Stadtverordnetenversammlung das Thema “Am Kanal” wieder einmal nicht entschieden und zurück in den Bauausschuss verwiesen. Die Diskussion um die beidseitige Öffnung der Straße wird seit vielen Jahren geführt, auch in Rede-Mit gab es hierzu schon diverse Beiträge, siehe http://www.rede-mit-in-oranienburg.de/?tag=am-kanal.

Leider gibt es nach wie vor kein Verkehrskonzept für Süd. Die Verwaltung wollte nun einfach die Straße Am Kanal öffnen und das ein Jahr ausprobieren. Dagegen liefen die Anwohner natürlich Sturm. Nachdem ich im Hauptausschuss noch mit einem Antrag gescheitert war, die Vorlage in den Bauausschuss zurückzuverweisen, um dort die Einwohner in Süd mit ihren verschiedenen Interessen zu beteiligen, wurde nun ein entsprechender Antrag der CDU einstimmig angenommen. Zuvor hatte Dr. Oliver Hohn von der BI in der Einwohnerfragestunde nochmals eindringlich an die Abgeordneten appelliert, die Vorlage nicht einfach durchzustimmen. Schön, dass Bürgerengagement gehört wurde und Erfolg gehabt hat.

Es ist gut, dass jetzt nicht entschieden wurde. Angesichts der jahrelangen Diskussion war die Verwaltungsvorlage zu dünn. Die Verwaltung ist jetzt gefordert, Befürworter und Gegner der Öffnung an einen Tisch zu holen und nachvollziehbare Kriterien für die Verkehrsregelung aufzustellen. Anhand dieser Kriterien können dann die verschiedenen Varianten (auch die Vorstellungen der BI) ergebnisoffen bewertet und entschieden werden.

Dass die endgültige Entscheidung dann möglicherweise auch nicht allen gefallen wird, ist natürlich möglich. Dennoch wird die Akzeptanz sicher höher sein, wenn die Kriterien klar sind, nach denen entschieden wird.