… meint wohl Linken-Bundestagskandidat Harald Petzold, wenn er auf seiner Internetseite über die Podiumsdiskussion im Jugendcafe der Evangelisch-methodistischen Kirche berichtet und sein Unverständnis darüber äußert, dass die Jugendlichen nicht ihm die meisten Stimmen gaben. Dabei lag dies (nach seiner Schilderung) daran, dass ihn die Frage eines Jugendlichen nach dem Linken-Plakat Reichtum für alle so aus dem Tritt gebracht hat, dass er diesmal nicht (wie sonst) zu Höchstform aufgelaufen ist. Dann hätten ihn natürlich alle gewählt.

Dabei: Was hätte diese Frage für eine Steilvorlage sein können? Das Motto ist so ein herrliches Paradoxon, dass man darüber herrlich philosophieren kann, oder?

Übrigens waren in der “kirchlichen Jugendeinrichtung” durchaus nicht schwerpunktmäßig kirchlich organisierte Jugendliche zu Gast. Die im Rahmen des U18-Projektes vom Kreisjugendring durchgeführte Veranstaltung sprach auch viele Oranienburger Schüler, u.a. aus der Torhorst-Gesamtschule und dem Runge-Gymnasium an.

Aus Letzterem stammt auch die Schülerin, die in bemerkenwerter Souveränität die Moderation übernommen hatte. Nur Berufspolitiker Harald Petzold mochte sich nicht an ihre Moderation halten und verschaffte sich auch Mal redegewaltig das Wort. Vielleicht sind es auch solche Dinge, die Jugendliche nicht unbedingt überzeugen.

Wer sich mit den Augen eines Journalisten ein Bild von der Veranstaltung machen will, der kann dies im Artikel der MAZ hier nachlesen. Ich jedenfalls fand es super, dass in Oranienburg 50 Jugendliche zu einer politischen Abendveranstaltung zusammen kommen.

Was die Linke und die Jugendlichen angeht, wachsen die Bäume halt auch nicht in den Himmel, wie die brandenburger Ergebnisse der U18-Wahl zeigen.